Schweinswale

Außer dem Seehund kommt noch ein anderes Säugetier in der Oosterschelde vor: der Schweinswal. Von einem schwimmenden Schweinswal sieht man häufig nnur den oberen Teil des Rückens mit der Rückenflosse, wenn sich das Tier kurz über Wasser begibt, um zu atmen.

 

Schweinswale springen im Vergleich zu Delfinen fast niemals aus dem Wasser. Weil sie so klein sind, ist es nicht gerade einfach, Schweinswale im Meer zu erkennen, insbesondere bei starkem Wellengang. Ein erwachsener Schweinswal ist ungefähr 1,5 Meter lang und wiegt 55 kg. Von oben ist er gräulich, unten leicht bunt. Er lebt in kleinen Gruppen von 3 bis 5 Tieren.

 

Schall

 

Mit Hilfe von Schall (vor allem auch Echos) orten Schweinswale Fische, nehmen Hindernisse wahr und unterhalten Kontakt zueinander. Der Schweinswal ernährt sich vor allem von Sardellen und jungem Hering. Diese äußerst fette Fischsorten enthalten viel Energie. Die Ruhe unter Wasser wird manchmal durch natürliche Schallquellen (z. B. durch einen Sturm oder einen schweren Regenschauer) gestört.

 

Wenn es zu laut ist, kann der Schweinswal sich nicht mehr richtig orientieren. Er zieht sich dann in tiefere Gegenden zurück. Gegenwärtig sind es vor allem menschliche Schallquellen, die die Rohe stören, zum Beispiel Bootsmotoren. Die Oosterschelde ist allerdings relativ still.

 

Am Ende der Hafenmole von Zierikzee findet man eine Informationssäule über den Schweinswal. Hier kann man sogar live hören, ob Schweinswale in der Nähe sind. Unter einer Boje in Küstennähe sind nämlich spezielle Aufnahmegeräte installiert. Ist ein Schweinswal in der Nähe, zeichnet ein Mikrofon dies auf. Die Aufnahmen werden an die Informationssäule weitergeleitet, wo ein Computer sie für unsere menschlichen Ohren aufbereitet. Wenn man auf den Knopf drückt und das klickendes Geräusch des Echolots hört, dann ist ein Exemplar in der Nähe. Dann heißt es Geduld haben und die Wasseroberfläche absuchen, bis man ihn tatsächlich sieht. 

 

Schweinswalbeobachter

Wenn Sie einen Schweinswal gesehen haben, können Sie ihn auf der Entdeckerkarte in dem speziellen Bereich für Schweinswalbeobachter markieren. Auf der Karte können Sie außerdem sehen, ob noch mehr Schweinswale in der Nähe sind. Je mehr Meldungen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, ein Exemplar zu Gesicht zu bekommen.